Die heiligen Hallen von Porsche

Die heiligen Hallen von Porsche befinden sich in unmittelbarer Nähe des Porsche Museums in Stuttgart. Von außen kann man gar nicht ahnen, was sich alles in der Halle. Seit 1948 werden Prototypen, Studien und sehr seltene Modelle aufbewahrt. Die ca. 336 Fahrzeuge in der Halle sind alle abgedeckt, um sie vor – Lackschäden und unerlaubten Besuchern – zu schützen. Die Anzahl der Autos variiert, da die Ausstellung im Nachbar-Museum wöchentlich geändert wird. Außerdem ist das Lager nur für die Presse zugänglich.

Legenden der heiligen Hallen von Porsche

 

Die “Nummer 1” war der erste Prototyp des Porsche 356, mit dem das Unternehmen Porsche 1948 ihren ersten Sportwagen entwickelte. Nach 17 Jahren wurde die Produktion eingestellt, nach dem 76.302 Modelle verkauft wurden. Auf Basis dieses Modells entstand der Porsche 356, mit dem Porsche den Grundstein seines Sportwagens legte. Die Serienproduktion begann 1950 in Zuffenhausen. Es gab viele verschiedene Sonderanfertigungen vom 356 bereitgestellt. Eine dieser Anfertigung war der 356 Abarth, die Kotflügel wurden so verändert, dass das Fahrzeug gut für die Rennstrecke geeignet ist. Dieses Modell steht auch in den heiligen Hallen von Porsche.

Auch der Porsche 996 GT1 von 1977 ist in der heiligen Halle zu finden. Er hat einen 3,6 Liter Turbomotor, der wassergekühlt ist. Der Motor entwickelt 545 PS und 600 Nm. Von diesem Modell wurden nur 21 Stück gebaut. 

1966 wurde der Porsche 906 Langheck für die Sportwagen-Weltmeisterschaft genutzt, die Gerhard Mitter mit diesem Fahrzeug gewann. Das 906 Coupé, der in der Sammlung neben dem Langheck steht, war das Kamerafahrzeug bei einem 1000 Kilometer-Rennen am Nürburgring von ZDF. Links und rechts an den Kotflügeln sind deshalb die Mainzelmännchen abgebildet.

Der 964 Turbo S Leichtbau ist ein sehr guter Autofokus der ersten Stunde. Er besitzt keine Klimaanlage und keine Servolenkung, denn dies ist der komplette Innenraum aus Leder. Er hat einen 3,3 Liter Motor und ist heckangetrieben.

Die ersten Transaxle-Modelle von Porsche stammen aus den 70ern. Zur besseren Gewichtsverteilung der Hecktriebler wurden der Motor vorne und das Getriebe hinten verbaut.

1980 erschien der Porsche 924 Carrera GT als Weiterentwicklung des 924 Turbo. Der GT, von dem es nur 403 Modelle gibt, beschleunigt seinen PS 210 Motoren in 6,9 Sekunden von 0 auf 100.

Rennsportabteilung in den heiligen Hallen von Porsche

Porsche hat auch viele Fahrzeuge für die Rennstrecke gebaut, für Rennen, wie das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. In den heiligen Hallen von Porsche gibt es deshalb natürlich eine Rennsportabteilung.

Der Porsche 935 “Moby Dick” hat 845 PS und fährt bis zu 366 km/h schnell. Fahrer sitzt in diesem Modell auf der rechten Seite, da in den Rennen mehr Rechtskurven gefahren werden.

Der 935 gehört zu den erfolgreichsten Rennwagen von Porsche, in der Geschichte der Markenweltmeisterschaft. 1979 gab es den Gesamtsieg bei den 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

Porsche 917 (Siegerauto vom 24-Stunden-Renne von Le Mans 1970)

Porsche 917 (Siegerauto vom 24-Stunden-Renne von Le Mans 1970)

In den heiligen Hallen von Porsche ist auch ein Porsche 917 aus der Saison 1971 zu finden. Der 917 hat einen 12-Zylinder Motor, der 550 PS entwickelt.

Die erfolgreichsten Rennwagen sind der Porsche 962 und der Porsche 956, die unter drei Liter Hubraum haben. Beide Motoren erzeugen jeweils 600 PS. Porsche gelang mit dem 956 1982 ein Dreiachsieg in Le Mans. Der Porsche 956, der in der Halle steht, ist noch in Betrieb und wird ab und zu gefahren. Aufbau des “Rothmans” -Designs kann die Le Mans-Sieger leicht erkennen werden.

Weitere heilige Hallen

Es gibt neben dem Unternehmen Porsche auch weitere Unternehmen mit so einer Sammlung. Die heiligen Hallen von Mercedes, die heiligen Hallen von Audi und viele mehr.